16. Schöntal Sommer Openairkino

11. bis 12. Juli 2019 | Im Winterquartier des Circolino Pipistrello
Schöntalstrasse 30, 8486 Rikon im Tösstal

Essen & Bar ab 19 Uhr | Film ab Eindunkeln ca. 21.30 Uhr
Abendkasse 17.-- | Festivalpass (2 Tage) 30.--
Studenten und AHV mit Ausweis 15.-- | Kulturlegi 50%

Donnerstag 11. Juli

Halbe Treppe
Halbe Treppe | DE 2002 | 111 Min | D | Regie: Andreas Dresen
Mit Axel Pahl, Thorsten Merten, Steffi Kühnert, Gabriela Maria Schmeide

„Halbe Treppe“, ein kleiner, großer Film.
Der Film erzählt die Geschichte zweier befreundeter Paare in Frankfurt an der Oder, die sich auf der Hälfte ihres recht bescheidenen Lebens dummerweise und überkreuz, leider nicht jeder mit jedem, ineinander verlieben. Uwe (Axel Prahl) und Ellen (Steffi Kühnert) sind seit dreizehn Jahren verheiratet und eines von zwei Paaren, die Andreas Dresen in «Halbe Treppe» ins Visier nimmt. Er brutzelt Würstchen in seiner Imbissbude namens „Halbe Treppe“, sie verkauft Parfum in einer Drogerie. Die anderen sind Chris (Thorsten Merten) und Katrin (Gabriela Maria Schmeide), er moderiert das Horoskop beim Radiosender „Radio 24“, sie arbeitet beim Zoll zu Polen. Alle vier gehören zu den kleinen Leuten mit gewöhnlichen Berufen. Der sogenannte Lebensabschnittspartner ist längst eine feste Grösse, und der unausgesprochene Vorwurf steht im Raum, ob das nun schon alles gewesen sei. Kurz: Man befindet sich auf «halber Treppe», jenem Zwischengeschoss, das dem Film den Titel leiht und von dem aus der Weg nach oben wie nach unten gleich weit ist. «Halbe Treppe» ist keine Milieustudie über die Ostdeutschen, sondern eine liebenswerte Allerweltsgeschichte über die Fallhöhe zwischen Anspruch und Wirklichkeit, die einem das Leben ins Drehbuch diktiert. Man muss sich nach der Decke strecken, sagt Uwe einmal, der seine Familie am liebsten nur mit Currywurst aus seinem Imbissstand ernähren würde. Zugleich räsoniert er, dass Glück eigentlich davon abhängt, wie viel Zeit man miteinander verbringt.

Trailer Halbe Treppe


Freitag 12. Juli

Poulet aux Prunes
F 2011 | 92 Min | Fd | Regie: Vincent Paronnaud, Marjane Satrapi
Mit Mathieu Amalric, Maria de Medeiros, Golshifteh Farahani, Edouard Baer, Isabella Rossellini

„Poulet aux prunes“ ist die zweite Verfilmung nach „Persepolis“ einer Graphic Novel von Marjane Satrapi. Die französische Autorin mit iranischen Wurzeln wurde lange als Staatsfeindin, „Hure des Westens“ und Mitarbeiterin von CIA und Mossad beschimpft. Diese Verfilmung entstand in Co-Regie mit Vincent Paronnaud und ist inspiriert durch den mysteriösen Tod eines Grossonkels aus Satrapis grosser Familie.
Teheran 1958. Der virtuose Musiker Nasser Ali Khan und seine Frau liefern sich einen heftigen Streit, in der Hitze des Gefechts zerbricht Nassers geliebte iranische Laute. In den Augen des Künstlers ist dieses Instrument unersetzlich, und da es sich auch nicht mehr reparieren lässt, gedenkt der tief deprimierte Nasser, mit seinem Leben abzuschliessen. Nichts, nicht einmal sein Leibgericht Poulet aux Prunes kann ihn von seinem Entschluss abbringen. Er spielt verschiedene Todesarten durch, doch keine will seinen Ansprüchen genügen. So legt er sich in sein Bett, fest entschlossen, innerhalb der nächsten acht Tage zu sterben. In seiner Erinnerung zeichnet sich das Bild einer zuversichtlichen, modernen iranischen Gesellschaft, die ihre Erwartungen aber unter dem Regime des Schahs zunehmend enttäuscht sieht. 
Poulet aux prunes bietet viel cinephiles Augenzwinkern und ist eine facettenreiche Hommage ans Kino: seien es die Anklänge an das verspielte Universum Amélies von Montmartre, an Fellinis Amarcord oder Lola rennt mit seinen Flashforwards oder auch die legendären Einstellung aus Citizen Kane. Diese Fülle an Geschichten und überbordenden Ideen mündet in einem ebenso ergreifenden wie heiteren Drama mit viel Augenschmaus.

 

Trailer Poulet aux Prunes


Samstag 13. Juli

SchönGetischt - Jubiläumsfest im Schöntal
Was vor 20 Jahren mit dem Winterquartier des Circolino Pipistrello begann, hat sich zum
buntesten Quartier des Tösstals ausgewachsen: Spielwerkplatz – Villa Schönthal – Spinnerei –
Fabrik – WohnBauGenossenschaft feiern gemeinsam ein grandioses Fest!
Es gibt viele gedeckte Tische quer durchs Schöntal – Chrummi Chilbi - EntdeckungsReisen
für Gross & Klein – Konzert & Tanz bis zum Morgengrauen!

Das Freiluftkino mit Charme! Mitten in der Natur zwischen den Zirkuswagen wirft der 35mm Projektor nach dem Eindunkeln Geschichten aus aller Welt auf die grosse Leinwand. Unsere Bar und die Freiluftküche laden auch vor und nach dem Film zum Verweilen ein. Sollte es ausnahmsweise mal Regnen, so haben wir auch genügend gedeckte Sitzplätze.